Tumorassoziierte Anämie (CRA) ist eine der häufigen Begleiterkrankungen bei malignen Tumoren mit hoher Inzidenz und niedriger Behandlungsrate. Auftretenshäufigkeit und Schweregrad stehen in engem Zusammenhang mit Tumortyp, Stadium und Behandlungsverfahren, können die Tumorbehandlung beeinflussen, die Lebensqualität der Patienten verringern und die Überlebenszeit der Patienten verkürzen. Sie ist ein unabhängiger Risikofaktor, der die Prognose von Tumorpatienten beeinflusst. Um das Niveau der Diagnose und Behandlung von CRA zu verbessern und zu standardisieren, organisierte das Tumorspezialkomitee der Gesellschaft für integrierte chinesisch-westliche Medizin in Peking eine landesweite Expertenbesprechung und erarbeitete den „Expertenkonsens zur integrierten Diagnose und Behandlung von tumorassoziierter Anämie“. Im Vergleich zum 2021 veröffentlichten „Expertenkonsens zur Prävention und Behandlung tumorassoziierter Anämie durch traditionelle chinesische Medizin“ ergänzt diese Version neue evidenzbasierte medizinische Erkenntnisse und behandelt in sechs Abschnitten: Übersicht, Konsenserstellungsmethode, Krankheitsmechanismen, diagnostische Bewertung, integrierte Prävention und Behandlung chinesischer und westlicher Medizin und Fazit. Es wird eine umfassende CRA-Management empfohlen, mit Fokus auf Prävention und Behandlung, Integration von chinesischer und westlicher Medizin, frühzeitige Diagnose, rechtzeitige Behandlung, sorgfältige Pflege sowie regelmäßige Bewertung und Nachsorge.